Der ökologische Garten – Insektensterben verhindern

Insektensterben

Insektensterben  – Bienen und Insekten sichern unser Überleben

Der ökologische Garten ist nicht unbedingt ein Bio-Nutzgarten, sondern vor allem ein Garten, der Lebensraum für Bienen, Insekten, Tiere und Pflanzen ist. Denn, wir hören es überall, die Artenvielfalt nimmt immer weiter ab und das Insektensterben hat drastische Ausmaße. Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir mit unserem Garten Rückzugsräume für diese Arten schaffen.

Doch warum brauchen wir Insekten? Die wichtigste Quelle unseres Lebens ist der Boden, denn fruchtbarer Boden sichert unsere Ernährung. Im Boden befinden sich Millionen kleinster Lebewesen – Insekten, Pilze, Bakterien und Regenwürmer, die im Zusammenspiel den wertvollen Humus erzeugen. Ohne Humus wachsen keine Pflanzen, kein Gemüse, kein Obst. Außerdem sichern Wildbienen unser Überleben, sie sind die wichtigsten Bestäuber und sorgen auch für die Fortpflanzung unserer Nutzpflanzen.

Biologische Vielfalt

Ein ökologischer Garten ist also ein biologisch vielfältiger Garten. In diesem gibt es keine Schädlinge oder Unkraut – jedes Lebewesen, jede Pflanze hat seine natürliche Daseinsberechtigung. Möchte man diese unerwünschten Genossen nicht dort haben, wo sie scheinbar ganz von selbst auftauchen, so gibt es viele natürliche Wege damit umzugehen. Bietet man Vögeln eine Heimat im Garten sorgen sie meist ganz allein für die Schädlingsbekämpfung. Wilde Ecken aus Disteln und Brennnesseln können sogar sehr nützlich sein. Sogenannte Unkräuter sind in Wahrheit Wildkräuter und dienen nicht nur vielen Insekten als Nahrungsquelle, sondern liefern auch hervorragenden Kompost. Eine Brennnesseljauche eignet sich zudem hervorragend als ökologische Düngung.

Mit der Natur arbeiten

Ein zu aufgeräumter Garten bedeutet also, dass Insekten und Tiere weniger Rückzugsorte haben und das wichtige Unkraut nicht wachsen kann. Zu viele exotische Pflanzen locken nicht die wichtigen heimischen Bienen an und der Einsatz von Pestiziden und chemischen Düngern schadet nicht nur der Bodenfruchtbarkeit, sondern auch den Lebewesen, die dafür so wichtig sind. Viel besser ist es also, mit der Natur zu arbeiten, heimische Pflanzen zu verwenden, eine Bienenweide und Brut- und Nistplätze für Tiere und Insekten anzulegen.

Stein- und Kiesgärten, die insbesondere in Neubaugebieten beliebt sind, sind besonders schädlich. Nicht nur, weil sie den Insekten ihren Lebensraum nehmen, sondern auch weil sie als nicht humoser Boden kein Wasser speichern und somit keine kühlende Funktion haben. Diese versiegelten Flächen haben also auch einen negativen Einfluss auf das lokale Klima. Gemeinden reagieren bereits darauf und verabschieden unterschiedliche Auflagen, um die Gärten wieder grüner und naturnaher zu gestalten.

Wollt ihr mehr erfahren zu Themen rund um den ökologischen Garten? Was interessiert euch? Gerne nehmen wir euch in der nächste Zeit mit. Lasst uns in den Kommentaren wissen, welche Themen ihr als nächstes hören wollt.