Kürbiszeit – Mehr als Hokkaido

Kürbiszeit - Mehr als Hokkaido - Die Gemüsegärtner

Hokkaido – das Herbstgemüse

Was ist orange, rund und stammt ursprünglich von der nördlichsten der Hauptinseln Japans, Hokkaido? Genau, der gleichnamige Hokkaido-Kürbis. Seit etwa 20 Jahren wird der kleine Kürbis auch in Europa angebaut und gehört wohl zu den beliebtesten Gemüsesorten im Herbst.

Der Herbst bringt uns Kürbis

Kaum ein Gemüse passt so gut zu einer Jahreszeit wie der Kürbis zum Herbst. Für Viele gehört er in diesen Wochen einfach dazu. Sei es als Deko in und ums Haus oder als fester Bestandteil auf dem wöchentlichen Essensplan.

Die Vielfalt der Sorten ist beim Kürbis nahezu grenzenlos. Es gibt hunderte verschiedene Kürbisse, viele davon sind Zierkürbisse, aber auch die Zahl der Speisekürbisse nimmt stetig zu. Jeder von uns hat wahrscheinlich spontan einen bestimmten Kürbis vor Augen. Der typische Kürbis, an den wir zuerst denken, ist der gelbe Zentner. Er kann bis zu 30 kg auf die Waage bringen und ist in unserer Packhalle nicht zu übersehen. In der Küche wird er aber weniger verwendet und dient eher als Deko oder zum Schnitzen mit Kindern. Für die Verarbeitung in der Küche haben wir eine andere Empfehlung.

Hokkaido – Der Perfekte Speisekürbis

Der beliebteste Kürbis zum Kochen ist der kleine, rot-orange Kürbis Hokkaido. Er wird gerne gekauft, weil er einfach zu verarbeiten ist und sich perfekt für Suppen und Ofengerichte eignet. Zudem kann die Schale mitgegessen werden und mit 0,7 bis 1,5 kg Gewicht hat er eine angenehme Größe und ist im Nu verarbeitet. Außerdem steckt im Hokkaido nicht nur viel Geschmack, sondern ebenfalls einiges an gesunden Inhaltsstoffen. Beta-Carotin sorgt für die typische orange Färbung und wird von unserem Körper in Vitamin A umgewandelt, was für Sehkraft, Haut und gesundes Zellwachstum von Bedeutung ist. Der hohe Kaliumgehalt tut zudem Blase und Nieren gut und wirkt entwässernd.

Jetzt ist Erntezeit in Kalkriese

Beim Blick von unserer Halle auf die andere Straßenseite sehen wir schon weitem die orange gefärbten Tupfer auf dem Kürbisacker. Die Früchte des Hokkaido sind schön satt ausgefärbt und die Blätter sterben langsam von allein ab. „Die Kürbisse sind jetzt reif für die Ernte und genießen noch die letzten Spätsommer-Sonnenstunden.“, berichtet uns Gärtner Tobi.

Dieses Jahr wächst der Hokkaido in Kalkriese auf rund 5.000 m² Fläche, das entspricht etwa acht Tennisplätzen. Kündigen sich Nachtfröste an, müssen sich die GärtnerInnen mit der Ernte beeilen, denn Kälte vertragen diese Früchte überhaupt nicht. Daher sollte auch beim Kürbis zu Hause ein Blick auf die Temperaturvorhersage in den nächsten Wochen geworfen werden.

Ausgereifte Kürbisse, wie sie jetzt auf dem Kalkrieser Acker liegen, sollten bei etwa 12 bis 15 °C lagern. Hokkaidos sind bei richtiger Lagerung dann bis Januar haltbar. Die Kürbisse kommen in runder Form daher und haben immer eine „Sitzfläche“. Die ist meist etwas heller ausgefärbt und als bodenaufliegende Seite erkennbar. Durch den Erdkontakt entstehen Unebenheiten, die völlig normal sind.

Hokkaido Zubereiten

Der Hokkaido ist besonders einfach in der Zubereitung. Wer ihn braten oder kochen möchte, muss ihn einfach nur waschen, entkernen und in Stücke oder Spalten schneiden. Besonders einfach lässt er sich im Ofen garen. Dazu einfach halbieren und entkernen und auf der Schnittfläche liegend bei 200°C 30 bis 40 Minuten garen und anschließend nach Wunsch weiterverarbeiten. Auch der Butternut lässt sich so zubereiten. Besonders gut schmeckt er, wenn man die Schnittflächen einritzt, mit Öl bepinselt und zusammen mit Gewürzen wie Knoblauch und Rosmarin im Ofen gart. Dazu einen Feldsalat und gebratene Pilze servieren und einfach auslöffeln. Beim Spaghettikürbis lässt sich das Fruchtfleisch bei dieser Garmethode fadenartig herauslösen und kann dann wie Spaghetti angerichtet werden.

Grundsätzlich ist Kürbis besonders vielseitig und kann als Püree, Suppe, Dip, Ofengemüse, Antipasti, eingelegt, als Marmelade, im Kuchen oder Brot zubereitet werden. Kürbis verträgt kräftige Gewürze wie Zimt, Chili, Knoblauch oder Rosmarin.